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S I N U S ~ T O N
1. Magdeburger Tage der elektronischen Musik 2008

17. - 18.Oktober 2008    I    Konservatorium "Georg Philipp Telemann"   I   Magdeburg

Unter dem Titel "Sinus~Ton" präsentiert der Magdeburger Musikverein in Kooperation mit dem Musikalischen Kompetenzzentrum Sachsen-Anhalt an zwei Tagen neue und alte Werke der elektronischen Musik. In Konzerten, Vorträgen, Film screenings und einem Workshop werden am 17. und 18. Oktober 2008 im Magdeburger Konservatorium "Georg Philipp Telemann" Werke von "Klassikern" der elektroakustischen und Computer-Musik bis hin zu den Arbeiten jüngerer Komponisten gespielt.

Unter der künstlerischen Leitung des Berliner Komponisten Oliver Schneller interpretieren u.a. die Sängerin Monika Meier-Schmid, der amerikanische Gitarrist Seth Josel und der Hamburger Kontrabassist John Eckhardt Werke für Soloinstrumente bzw. -stimme und Elektronik von Komponisten aus Japan, China, Italien, den USA und Deutschland.

In einem Gesprächskonzert präsentiert der in Magdeburg geborene Komponist Gottfried Michael Koenig, der von 1954 bis 1964 als ständiger Mitarbeiter des elektronischen Studios des WDR in Köln mit Karlheinz Stockhausen, Mauricio Kagel und György Ligeti zusammenarbeitete, Musik aus der Frühphase der elektronischen Musik.

Mit ihrem Programm "Piano optophonique" wendet sich die amerikanische Pianistin Heather O'Donnell einem Thema zu, das am Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts eine ganze Generation von Künstlern beschäftigt hat: die Suche nach einer Synthese der Sinneswahrnehmungen im künstlerischen Ausdruck durch Werke, die die Wahrnehmungsebenen verbinden. Um neue Perspektiven einer Synthese von Klang und bewegtem Bild im digitalen Zeitalter aufzuspüren hat die Pianistin Komponisten, Klangkünstler und Videokünstler damit beauftragt, neue Werke zu schaffen, die jeweils das Klavier, die Interpretin (mit ihren körperlichen und mechanischen Aktionen der Klangerzeugung) und das projezierte Bild miteinander in Verbindung setzen.

Ergänzt wird das Programm durch den Workshop "Mikroskopische Musik" des Komponisten und Klangkünstlers Volker Staub aus Frankfurt a. M. Mit Hilfe von Kontaktmikrofonen werden feinste, normalerweise unhörbare Klänge von natürlichen und synthetischen Objekten oder einfachen, selbst gebauten Instrumenten hörbar gemacht. Die auf diese Weise gefundenen Klänge und Geräusche werden anschliessend von den Teilnehmern in Improvisationen und eigenen Musikstücken verarbeitet, die zum Abschluss des Kurses präsentiert werden sollen.

Im Foyer des Konservatoriums ist Karlheinz Essls algorithmischer Musikgenerator "Lexikon-Sonate" als Installation zu sehen; im Kammermusiksaal werden Filme zur Geschichte und Entwicklung der elektronischen Musik gezeigt.

Die Veranstaltungsreihe wird vom Land Sachsen-Anhalt, dem Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg, der Lotto-Toto GmbH Sachsen-Anhalt und der Stadtsparkasse Magdeburg unterstützt.